auftakt festival 2022 – open call

01.08.-06.08.2022 – Bewerben bis zum 3. Juni 2022

Das auftakt festival lädt 2022 zum sechsten Mal nach Köln ein. Nach einer spannenden Ausgabe im letzten Jahr mit Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Performances sowie der ersten auftakt Publikation geht es nun wieder los. Wir möchten gemeinsam über Kollaborationsmöglichkeiten zwischen Autor:innen und Künstler:innen nachdenken und ein interdisziplinäres Festival gestalten. Dafür laden wir Künstler:innen und Autor:innen nach Köln ein.Das auftakt festival versteht sich als Ort, der Kunstschaffenden, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, die Möglichkeit zum freien Experimentieren mit (un)bekannten Formen bietet. Aus Text wird Szene, Video oder Bild und am Ende vielleicht wieder Text. Das diesjährige Thema { un } safe spaces bildet das Feld, mit dem wir uns auf vielschichtige Weise auseinandersetzen wollen. Begleitet von einem Workshopwochenende in Köln sollen gemeinsame Arbeiten entstehen, die an drei Tagen präsentiert werden.

{ thema }Der safe space als Konzept, als Maßnahme, als Pause. Wer hat Zugang, wer nicht, und was passiert an seinen Grenzen? Ist er Privileg der Wenigen oder Überlebensstrategie der Schutzsuchenden? Da, wo der sichere Ort für die einen bereits immer schon gegeben war, wird er anderen verweigert. Angesichts der Realität des Krieges, globaler Pandemie und Klimakatastrophe erscheint das Konzept des Safe Space als illusorisch. Je nach Blickwinkel und Position rechtfertigt und verrät er sich. Welche Rolle kann die Kunst in diesen Zeiten spielen, wenn wir das Wagnis eingehen, außerhalb der Sicherheitszone des räumlichen und gedanklichen Horizonts zu denken?„Poetry is not a luxury“ schrieb Audre Lorde 1985. Schreiben als Wagnis in die Dunkelheit zu gehen, in die Gefühlswelten, aber auch in die innere Freiheit. Worte als Rückzugsort in Krisen, in Kriegszeiten, in Trauer, in Gefangenschaft und als Möglichkeit gegen Ungerechtigkeiten anzuschreiben. Doch da ist es alles andere als sicher. Neben dem Wunsch und der Notwendigkeit nach sicheren Orten stehen Überle-gungen zur Unsicherheit als gelebte Praxis. Dieses Spannungsfeld wollen wir mit euch erforschen, kritisieren, erschreiben und gemeinsam in ein Festival verwandeln.{ workshop 01.-03.07. } { festival 01.-06.08., kulturbunker köln } Zur gemeinsamen Entwicklung des Festivalprogramms findet bereits Anfang Juli ein Workshopwochenende in Köln statt. Innerhalb dieser drei Tage können sich die Teilnehmenden kennenlernen und ihre künstlerische Arbeit vorstellen. Im Rahmen eines interdisziplinären Workshops mit eingeladenen Gästen möchten wir tiefer in unser Festivalthema einsteigen und über die Auseinandersetzung mit diesem in den produktiven Prozess kommen: Es sollen Kollektive gebildet und Arbeitsansätze formuliert werden, die in den Wochen bis zum Festival weiter gedacht und ausgearbeitet werden können, bis sie an den Festivaltagen in den Räumlichkeiten des Kölner Kulturbunkers geformt und finalisiert werden. Öffentlich präsentiert werden die Ergebnisse schließlich vom 4. bis 6. August. Herauskommen darf dabei alles: audiovisuelle, performative oder tänzerische Formen, Installationen oder Szenisches.1. Kurzbiografie (mit Angabe des aktuellen Wohnortes)2. Motivationsschreiben (maximal eine DIN A4 Seite)
Wir wollen euch in der Auseinandersetzung mit dem Thema kennenlernen. Welche Gedanken habt ihr dazu, welche Ideen und Formate könnt ihr euch vorstellen, oder habt ihr bereits dazu gearbeitet?3. Arbeitsproben
Eingereicht werden können entweder Textproben und/oder eine Auswahl verschiedener künstlerischer Arbeiten auf maximal fünf Seiten. Foto und Videoarbeiten sowie Verweise auf Internetauftritte können als Links im pdf eingefügt werden.Alle Unterlagen bitte im pdf-Format (max. 5MB) an:office@auftakt-festival.deDas auftakt festival wurde 2017 von dem Kölner Literaturverein Land in Sicht und der Mobilen Akademie Cheers for Fears ins Leben gerufen und 2021 von einem neuen Festivalteam übernommen. In diesem Jahr entsteht das auftakt in Koproduktion mit Cheers for Fears und ist gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem Kulturamt der Stadt Köln und der Kunststiftung NRW.

{ 01.08. – 06.08.2022 }

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